Donnerstag, 22. Januar 2015

Kuchen in Serie: Peach Pie aus dem Peach Pit

Back in time....und gegessen wird im Peach Pit der leckerste Peach Pie. Ja, ich gestehe, Beverly Hills 90210 im Original, nicht die Neuauflage, war damals eine meiner Lieblingsserien. Ganz ehrlich, wer kennt die Serie und die Clique um die Zwillinge Brendon und Brenda und ihren Freunden Dylan, Kelly, Donna und David, und nicht zu vergessen Andrea und Steve denn bitte nicht? Und wo und was wurde in der Serie am liebsten gegessen? Ja, genau der Peach Pie im Peach Pit, dem Treffpunkt der Clique. 


Peach Pie



Vor einigen Wochen hatte ich Glück, dass die liebe Rebecca von Rehlein backt eine Ersatzteilnehmerin für ihre Aktion "Ein Backbuch auf Wanderschaft" gesucht und in mir und meinem Blog gefunden hat. 

Während dieser tollen Aktion wandert das Buch "Backen für Angeber(innen)" von Ruth Moschner von Backstube zu Backstube, und sämtliche TeilnehmerInnen schreiben über ihre Backerlebnisse und Backergebnisse. 

Letzten Samstag war es dann soweit, endlich hielt ich Ruth in meinen Händen. Bislang wurden bereits 44 Rezepte liebevoll nachgebacken, welche ihr in den jeweiligen Blogs und auch gesammelt bei "Rehlein backt" von Rebecca entdecken könnt. Als ich dann durch das Buch geblättert habe, um ein Rezept für mich zu entdecken, fiel mir sofort der "Kuchen in Serie" auf. 

Wie konnte ich besser in Jugenderinnerungen schwelgen, als mit einem Peach Pie? 

Ich finde es immer sehr schwierig, tolle Backrezepte mit Pfirsichen zu finden. Dabei esse ich sehr gerne Pfirsiche. Außerdem wollte ich schon lange einmal einen Pie backen. Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen- den Duft von Peach Pie in der Küche genießen und in die Jugend zurückdenken. Herrlich.

Hier kommt das Rezept für meinen allerersten Pie...den Peach Pie aus Beverly Hills 90210. 

Zutaten:


250 g kalte Butter
500 g Mehl
1/4 Tl. Salz (im Original war es 1 Tl. Salz, diese Menge war mir jedoch nachher zu salzig)
1-3 Eßl. kaltes Wasser
50 g Butterschmalz

1 gr. Dose Pfirsiche
1/2 Vanilleschote
1-2 Eßl. Speisestärke
Zucker nach Bedarf


Zubereitung:


Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem Mehl und dem Salz in einer Schüssel per Hand oder mit dem Knethaken einer Küchenmaschine verkneten. 

Vorsichtig und esslöffelweise kaltes Wasser hinzugeben, soviel, bis der Teig geschmeidig wird. 

Zuletzt knetet ihr das Schmalz stückchenweise unter. Den Teig wickelt ihr nun in Klarsichtfolie und stellt ihn in den Kühlschrank, während ihr die Pfirsiche vorbereitet. 

Die Pfirsiche in ein Sieb gießen, abtropfen lassen und den Pfirsichsaft auffangen.

Die Pfirsiche in kleine Würfel schneiden. 

Die Vanilleschote halbiert ihr und kratzt das Vanillemark aus der einen Hälfte aus. 

Für das Auskratzen der Vanilleschote schneidet ihr die Vanilleschote vorsichtig mit einem scharfen Messer einmal längs ein. Dann dreht ihr das Messer um, und kratzt mit der stumpfen Seite die Schote aus. 


Ihr vermischt dann die Pfirsiche mit dem Vanillemark. Dieses satte Orange der Pfirsiche mit den kleinen Vanillemark Punkten...traumhaft.


Nun holt ihr den Teig aus dem Kühlschrank und rollt mit etwas Mehl den Teig ca. 4-5 Millimeter dick aus. Entweder nehmt ihr eine große Tarteform oder kleine Mini-Tarte-Förmchen. Ich habe meine Creme Brulee Förmchen zweckentfremdet, was hervorragend funktioniert hat. Der Teig muss etwas größer ausgerollt werden, da die Ränder und eine kleine Kante noch überstehen sollten. Außerdem stecht ihr eine zweite Teigplatte aus, die dann genauso groß ist, wie die Form, also ohne überstehende Kante bemessen ist. Das wird später euer Deckel. 

Sollte am Schluss noch etwas Teig übrig bleiben, könnt ihr daraus noch Dekorationen machen, welche ihr aber noch nicht direkt auf den Pie gebt. 


Die Form oder die Förmchen kleidet ihr mit dem größeren, und überstehenden Teigstück vollständig aus. Ihr könnt den Teig wunderbar in die Ecken drücken und auch die Kante etwas überstehen lassen. 

Dann füllt ihr die kleingewürfelten Pfirsiche in die Form auf den Teig.


Der Backofen wird bei 175 Grad vorgeheizt.

Rührt dann in einer kleinen Schüssel die Speisestärke mit 125 ml von dem aufgefangenen Pfirsichsaft an. Bei Bedarf könnt ihr noch etwas Zucker dazu geben. Den angedickten Pfirsichsaft gießt ihr dann vorsichtig über die Pfirsichwürfel. Hierbei müsst ihr noch das Teig aufgehen beim Backen bedenken, und deswegen den Saft nicht bis zur Kante auffüllen. Das habe ich leider nicht bedacht, und somit ist mir einiges im Backofen übergelaufen. Ausserdem sollten bei euch bessser die Kanten nicht so stark überstehen, wie bei mir, denn diese brechen dann ebenfalls beim Backen leider ab. Sollte euch das trotz Vorsicht passieren, legt ihr am besten etwas Alufolie unten auf den Boden des Backofens, dann brennt sich die überlaufende Masse nicht in den Backofen ein. Ich gehe gleich wieder putzen...


Zum Schluss legt ihr dann den Teigdeckel auf die Pieform. Im Internet findet ihr gerade auf amerikanischen Seiten eine Vielzahl an Verzierungsarten für Piekrusten, wer es hübsch, aber einfach haben möchte, nimmt einfach eine Gabel und drückt die Zinken in den Teig. Durch diesen Druck verbindet ihr vorsichtig die Kante des Teiges und den Teigdeckel miteinander. Solltet ihr sehr trockenen Teig haben, könnt ihr auch den Teigdeckel etwas mit Wasser befeuchten, dann kleben die Teigschichten besser zusammen. 


Ganz wichtig ist noch der Gabelstich in den Pie. Damit die Hitze der Flüssigkeit beim Backen entweichen kann, stecht ihr mehrmals mit der Gabel in den Piedeckel. 

Dann gebt ihr die Form oder die Förmchen in den vorgeheizten Backofen bei 175 Grad für 45- 50 Minuten.

Ihr habt euch eine hübsche Dekoration aus den Teigresten gemacht? 

Dann könnt ihr diese 20 Minuten vor Backende auf die Ränder geben. Entweder wieder zuvor anfeuchten oder direkt auflegen. 
Der Pie ist fertig, wenn die Stäbchenprobe ergibt, dass der Teig nicht mehr flüssig ist und hängen bleibt. Dies gilt auch bei Mürbeteig, wenn auch der Grad zwischen knusprig und ideal nah beianderliegt. Also am besten in den letzten Minuten immer mal wieder testen. 


Peach Pie


Den Pie lasst ihr einige Minuten auskühlen. Ruth schlägt vor, diesen Pie mit einer Kugel Vanilleeis zu essen. Ich konnte nicht widerstehen und habe den Peach Pie direkt pur gegessen. 

Peach Pie

Nun tritt Ruth erneut ihre Reise zu der nächsten backverrückten Person an. Es war eine schöne Zeit mit Dir, Ruth! Danke, liebe Rebecca, für die wunderbare Aktion!

Ist euch dieses Rezept zu peachy? In dem Buch gibt es eine Alternative mit Kirschen und Zimt als Füllung, doch das wird Ruth bei einem/r anderen BloggerIn erleben dürfen. 

Lasst es Euch schmecken!
Eure Tinally